Die Geschichte des Schleppdampfers CLAUS D.

ex MOORFLETH, ex SCHULAU


1913

Die 1858 gegründete Schiffswerfte und Maschinenfabrik Janssen & Schmilinsky in Hamburg Steinwerder war ein fleißiger Produzent der typischen Hamburger Hafenschlepper, weit über 200 Stück baute sie in ihrer gut 70 jährigen Firmengeschichte.

 

1913 lieferte sie den Dampfschlepper SCHULAU an die Ewerführerei J.H.N. Heymann, wie der originale Bielbrief, sozusagen die Geburtsurkunde, belegt:

 

 

Hiermit bescheinigen wir, die unterzeichnete Actien-Gesellschaft, daß wir im Auftrage und für Rechnung des Herrn J.H.N. Heymann hierselbst den stählernen Schleppdampfer "Schulau" in diesem Jahre neu erbaut haben. ...

 

 

Der dafür vereinbarte Kaufpreis ist uns von Herrn Heymann in vertragsmäßiger Weise gezahlt worden und übertragen wir demselben den vorgenannten Dampfer "Schulau" hiermit als Eigentum.

 

 

 

Hamburg, den 16. Dezember 1913, Schiffswerfte und Maschinenfabrik (vorm. Janssen und Schmilinsky) AG


 

Die Baukosten betrugen 46.000,- Mark.  Heymann benannte diesen Schlepper mit seinem grün/schwarz/gelben Schornsteinring nach der direkt an der Elbe liegenden Schulauer Zuckerfabrik, mit der die Ewerführerei einen Kontrakt hatte.

 

SCHULAU im Harburger Binnenhafen. Slg. Harry Braun
SCHULAU im Harburger Binnenhafen. Slg. Harry Braun
SCHULAU in Höhe Baumwall, im Hintergrund die MONTE SERVANTES. Slg. Harry Braun
SCHULAU in Höhe Baumwall, im Hintergrund die MONTE SERVANTES. Slg. Harry Braun